1x10: Et in Arcadia Ego, Teil 2

Stoff, aus dem TrÀume entstehen, in Star Trek: Picard

Folgenbild zur Folge Stoff, aus dem TrÀume entstehen, in Star Trek: Picard
Im zweiten Teil des Staffelfinales "Et in Arcadia Ego" von Star Trek: Picard, fĂŒhren Michael Chabon und Akiva Goldsman viele FĂ€den zusammen und beenden die erste Staffel gekonnt und emotional. Pia & Flo analysieren wie gewohnt Szene fĂŒr Szene und interpretieren dabei auch mal um die Ecke - von Schmetterlingen, Prospero und unterschiedlichen Erwartungen.

Shownotes

Manchmal muss man seine Gedanken auch aussprechen, wenn sie dumm sind – gerade in Zeiten von Corona und der selbstgewĂ€hlten hĂ€uslichen QuarantĂ€ne. Pia und Flo besprechen in der Besprechung zur letzten Folge der ersten Staffel von Star Trek: Picard, dass es schon leichter ist jemanden das Auge als den Anus rauszureißen (Stichwort: Rektalscan!) und warum Borg keinen Plural hat.

Daneben geht es natĂŒrlich aber auch um das letzte Kapitel der Heldenreise unseres Lieblingscaptains und ein wenig um die Auflösungen der großen RĂ€tsel der ersten Staffel. Aber nur ein wenig, denn in der nĂ€chsten Folge wollen die beiden QuarantĂ€ne-Opfer nochmal ausfĂŒhrlich ĂŒber die HandlungsstrĂ€nge und die Auflösungen sprechen. Ganz allgemein gibt’s aber fĂŒr das Finale – und insbesondere den vierten Akt von beiden Podcastenden ein eindeutiges Chapeau aus dem Chateau fĂŒr Chabon.

Cast

Crew

Einleitung

Vorspann

Akt 1

Akt 2

Akt 3

Akt 4

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Diskussion

5 Kommentare

  1. 2Voq

    Hallo Pia, Hallo Flo!

    Zur TOS-Folge “Bele jagt Lokai” und der dort gezeigten Allegorie habe ich einen Nachtrag:
    Flo, deine ErwĂ€hnung von “Let That Be Your Last Battlefield / Bele jagt Lokai” finde ich spannend. Es ist nĂ€mlich eine meiner Lieblingsfolgen von STAR TREK. Ich mag einfach die theaterhafte Inszenierung mit den beiden Schauspielern und ihrem schwarz-weißem/weiß-schwarzen Makeup. Ich glaube natĂŒrlich nicht mal eine Nanosekunde daran, dass außerirdische Wesen wirklich so aussehen könnten, aber darum geht es bei STAR TREK ja auch gar nicht. Die Episode fĂŒhrt uns einfach die Unsinnigkeit unserer ethnischen und sozialen Konflikte vor Augen. Harald Lesch spricht in einer Folge von “Alpha Centauri” darĂŒber, wie intelligente außerirdische Besucher die Lebewesen auf der Erde analysieren und klassifizieren wĂŒrden. Dabei meint er, sie könnten Menschen in dieselbe Kategorie wie BĂ€ume packen, weil beide aus Kohlenstoff bestehen, an Land leben, Wasser und NĂ€hrstoffe aus dem Boden aufnehmen, auf Sonnenlicht angewiesen sind usw. FĂŒr die Aliens wĂ€ren alle Unterschiede, die wir zwischen Menschen (Alter, Geschlecht, Herkunft, Aussehen, etc.) oder sogar zwischen verschiedenen Spezies sehen, marginal und unwichtig. Genauso unwichtig ist es fĂŒr uns, ob Lokais GesichtshĂ€lften nun schwarz/weiß sind und es bei seinem Feind Bele umgekehrt ist. FĂŒr Bele und Lokai bedeutet dieser marginale Unterschied aber alles!

    Sebatian von “Trek am Dienstag” hat im Podcast “Data sein Hals” einen sehr guten Kommentar abgegenen:
    https://data-sein-hals.der-sumpf.de/2020/03/29/tea-earl-grey-decaf-6/
    Er ist im Hörer-Feedback bei ca. 2 Stunden und 15 Minuten zu hören. Er mag die Episoden am liebsten, bei denen man STAR TREK mit seinem Universum, der Technik, den Aliens, den KostĂŒmen, Spezialeffekten usw. weglassen kann, ohne dass die Story darunter leidet. Genau das funktioniert bei “Bele jagt Lokai”! Wie gesagt: Die Inszenierung ist theaterhaft und könnte auch ganz anders aussehen. Dem Zuschauer muss nur der Unterschied zwischen diesen beiden Charakteren deutlich gemacht werden. Das wĂŒrde genauso funktionieren, wenn beide AnzĂŒge tragen wĂŒrden, aber einer hat eine rote und der andere eine grĂŒne Krawatte. Diese Folge muss nicht im Studio von Desiluo von diesen Schauspielern gespielt werden, weil sie auf einer KleinkunstbĂŒhne in einer beliebigen Ortschaft mit guten Laiendarstellern exakt so funktionieren wĂŒrde. Es muss auch keine SciFi-Story mit Außerirdischen und Raumschiffen sein. Ein Drehbuchautor oder Regisseur könnte mit dieser Story spielen und sie anders in Szene setzen, aber die Aussage bliebe erhalten.

    Ich habe gestern auf der Website des Deutschlandfunks einen Beitrag ĂŒber eine junge, lesbische Polin gelesen, die wegen ihrer sexuellen Orientierung in ihrem Heimatdorf angefeindet und ausgegrenzt wird. Durch einen Roman (ich glaube, es war “Brave New World” von Aldous Huxley) lernte ich das Wort “octoroon”, das mit “Achtelneger” ĂŒbersetzt wird. In der Nazi-Diktatur wurden Menschen zu Millionen ermordet, nur weil einer oder mehrere ihrer Vorfahren Juden oder Sinti und Roma waren. Bis in die 50iger Jahre gab es in der BRD Regionen, in denen katholische und evangelische Christen kaum Kontakt zueinander hatten. Katholische und evangelische Kinder durften nicht miteinander spielen und man blieb fĂŒr sich. Menschen fĂŒhrten und fĂŒhren aus total bescheuerten GrĂŒnden Kriege gegeneinander. Genau diese Themen sehe ich auch in “Bele jagt Lokai”, aber eben auf einer höheren Ebene, die mir als Zuschauer etwas Überlegung abverlangt.

    “Bele jagt Lokai” ist eine Abstraktion und eine satirische Überspitzung, die menschliches Fehlverhalten anprangert uns damit den Spiegel vorhĂ€lt. Schon seit Jahrhunderten werden solche ErzĂ€hlformen von Autoren genutzt, um einen Standpunkt zu verdeutlichen. Als Beispiele nenne ich “Gullivers Reisen” von Jonathan Swift und das KunstmĂ€rchen “Des Kaisers neue Kleider” von Hans Christian Andersen. Ich finde es super, dass die Autoren von STAR TREK bei TOS diese Story so erzĂ€hlten und nicht anders. FĂŒr mich ist sie zeitlos, weil man sie auf die verschiedensten Situationen anwenden kann: Sklaverei, Kolonialismus, Apartheit, Ausgrenzung und UnterdrĂŒckung von Minderheiten, Krieg, Völkermord, Diktatur, Rassismus, Antisemitismus, Extremismus, Terrorismus, Menschenfeindlichkeit. “Bele jagt Lokai” bietet viel Interpretationsspielraum. Besonders gut gefĂ€llt mir die Tatsache, dass die Helden Kirk & Co. diesmal NICHT den Tag retten, sondern buchstĂ€blich in der zweiten Reihe stehen und nur zusehen können, wie sich die letzten Überlebenden einer Zivilisation gegenseitig zerstören. Die Autoren schlagen sich damit bewusst nicht auf eine der beiden Seiten, sondern nehmen eine ĂŒbergeordnete Perspektive ein. Bei PICARD wird das Thema Flucht angesprochen, aber mit dem Helden Jean-Luc gibt es eine Identifikationsfigur, die eindeutig Stellung bezieht. Ich finde seine Position zu dem Thema gut, aber durch die Fixierung geht etwas verloren.

    Ich freue mich fĂŒr euch, weil ihr viel Spaß an der Serie habt. Mir gefĂ€llt sie bisher leider nicht. Jetzt höre ich mir euren Podcast an und melde mich danach wieder.

    LG
    2Voq

    Antworten
  2. 2Voq

    Hallo Pia, Hallo Flo!

    Ich freue mich, dass ihr das Finale der 1. Staffel von PICARD gut findet, muss euch beiden aber in ganz vielen Punkten vehement widersprechen. Ich gehe eure Diskussion chronologisch durch.

    ACHTUNG: Das ist ein langer Kommentar zu einem langen Podcast!

    FĂŒr mich ist „Et in Arcadia Ego, Part II“ eines der schlechtesten Season Finals im STAR TREK-Franchise. Die GrĂŒnde dafĂŒr sind mannigfaltig. Es gibt sehr viele Szenen, die mir nicht gefallen. Das beginnt schon am Anfang der Episode im Dialog zwischen Elnor und Seven.

    Elnor bittet jeden, der gegen ihn kÀmpfen will:
    „Please, my friend. Choose to live!“
    Das sagte er dem ehemaligen romulanischen Senator Adrev und den Romulanern auf dem Artefakt.

    Jetzt sagt er aber zu Seven:
    „Would the XBs be better of dead? Everyone hates them. They have no home. They don‘t belong anywhere.“

    Wie zur großen Galaxis kommt Elnor dazu, Seven solche Dinge zu sagen? Wenn ich gegen ihn kĂ€mpfen will, soll ich das Leben wĂ€hlen, aber falls ich ein XB bin und keine Heimat habe, empfiehlt er mir den Suizid? Was ist das denn fĂŒr ein Schwachfug?

    Apropos „They have no home. They don‘t belong anywhere.“: Wo gehört Elnor eigentlich hin und wo ist seine Heimat? Er wurde zusammen mit vielen anderen Romulanern wegen der Supernova umgesiedelt und lebte bei den Qowat Milat, weil Picard kein besseres Heim fĂŒr ihn fand. Er ist also selbst heimatlos und gehört nirgendwo hin! Seiner eigenen Logik zufolge mĂŒsste Elnor sofort den Freitod wĂ€hlen.

    Narek und Narissa sind also wirklich Geschwister. Na toll, das macht ihre vielen, sexuell aufgeladenen Szenen nicht besser! Warum haben Bösewichte in der Popkultur eigentlich immer irgendeine Art von verruchter oder krankhafter SexualitĂ€t? In „Dune“ von Frank Herbert ist Wladimir Harkonnen nicht nur homosexuell, sondern auch noch pĂ€dophil. Bei „Game of Thrones“ (das ich nie gelesen oder gesehen habe) gibt es wohl Inzest am laufenden Band, Bösewichte in Actionfilmen sind sexistische Arschgesichter etc. Ist das noch ein Trope oder schon ein Klischee? Mich nervt es jedenfalls tierisch! Wieso muss dass immer wieder ausgepackt werden?

    Zum den Themen „Kampfblumen IN SPACE!“ und „WĂŒnsch-dir-was-GerĂ€t“:
    Ja, die Technologien in STAR TREK sind unrealistisch. Das Beamen wurde fĂŒr TOS nur erfunden, weil man sich aufwendige Szenen mit landenden und startenden Shuttles sparen wollte. STAR TREK (die Originalserie) war eben eine Fernsehserie, die ein breites Publikum erreichen sollte. Genau deswegen ließen sich viele Menschen davon inspirieren! Mir ging es auch so: Als Kind schaute ich mit meinen Eltern TOS und sah zu, wie Kirk, Spock und die restliche Crew mit dem Raumschiff Enterprise durchs All zu fernen Planeten flog. Mich faszinierte diese Vorstellung von bemannter Raumfahrt total und darum wollte ich mehr darĂŒber wissen. Funktioniert das wirklich? Können Menschen zu anderen Planeten fliegen? Wie funktionieren Flugzeuge, Raketen und Raumfahrt? Wie viele Sterne und Planeten gibt es im Universum? „Raumschiff Enterprise“, „Die Sendung mit der Maus“ und „Löwenzahn“ legten bei mir die Grundlage fĂŒr ein lebenslanges Interesse an Wissenschaft und Technik.

    Über Jahrzehnte haben sich Wissenschaftler Gedanken ĂŒber die Technologie von STAR TREK gemacht. BerĂŒhmte Physiker wie Harald Lesch, Metin Tolan, Hubert Zitt und Michio Kaku schreiben BĂŒcher und halten VortrĂ€ge, in denen sie sich mit diesen fiktiven Technologien auseinandersetzen. Harald Lesch erklĂ€rt auf der DVD „Warp, Wurmlöcher, Beamen, Zeitreisen“ in 14 Videos auf unterhaltsame Weise die physikalischen Grenzen, die uns das reale Universum setzt. Michio Kaku erlĂ€utert im Buch „Die Physik des Unmöglichen“, ob und auf welche Art die Technik von STAR TREK und anderen SciFi-Franchises mit den heutigen Erkenntnissen nachgebildet werden könnte. Metin Tolan fĂŒhlt in seinem Buch „Die STAR TREK Physik: Warum die Enterprise nur 158 Kilo wiegt und andere galaktische Erkenntnisse“ dem beliebten SciFi-Franchise aus der Sicht eines Physikers auf den Zahn. Bei YouTube findet man die Aufzeichnungen einiger VortrĂ€ge von Hubert Zitt. Ich möchte einen seiner VortrĂ€ge gern einmal live sehen, bin aber noch nicht dazu gekommen. Trekkies haben technische HandbĂŒcher geschrieben, die natĂŒrlich B-Kanon sind und keine Auswirkungen auf die Filme und Serien haben, aber tolle, detaillierte Beschreibungen und Zeichnungen der Raumschiffe, Raumstationen und Gadgets enthalten. Ich finde es super, dass sich Menschen so intensiv mit diesem Thema beschĂ€ftigen. Wenn man einmal in Themengebieten wie Luftfahrt, Raumfahrt oder Astronomie drin ist, ergeben sich immer neue spannende Erkenntnisse und AnsĂ€tze. Dadurch kann ich STAR TREK mit anderen Themen verbinden und das gefĂ€llt mir.

    In „Star Trek – The Motion Picture“ werden die Voyager-Raumsonden erwĂ€hnt und die fiktive Sonde Voyager 6 kehrt als Maschinenwesen „V‘Ger“ zur Erde zurĂŒck. In einer Szene des Films ist das Modell eines Space Shuttles zu sehen, dessen echtes Pendant sogar nach der NCC-1701 „Enterprise“ getauft wurde. Ich finde diese BezĂŒge richtig toll! Der Film hat deutliche SchwĂ€chen, aber u.a. durch diese Details schaue ich ihn mir immer wieder gerne an.

    Bei TNG sehe ich auch noch einen Bezug zur Wissenschaft und Technik, so haben die Designer der Serie die Idee fĂŒr den Tablet-Computer in seiner heutigen Form entwickelt. Der TOS-Kommunikator diente als Inspiration fĂŒr die Entwicklung des Mobiltelefons. Diese Geschichten kann man leicht googeln und sich darĂŒber freuen, wie viel von unserer alltĂ€glichen Technik in STAR TREK vorweg genommen wurde. In den spĂ€teren Serien treten diese BezĂŒge dann seltener auf und ziemlich abgedrehte Technologien wie das Holodeck nahmen mehr Raum ein. Das Holodeck wird v.a. in VOY inflationĂ€r verwendet und kann in einer Folge irgendwie alles, aber in der nĂ€chsten versucht es die Crew zu töten, das gefĂ€llt mir auch nicht. Trotzdem behĂ€lt STAR TREK fĂŒr mich diesen Bezug zu Wissenschaft und Technik.

    Es geht nicht vorrangig darum, ob die gezeigte Technik wirklich umsetzbar ist, sondern um Fantasie und Neugier. Wie funktioniert ein Raketentriebwerk? Warum widerspricht der Warpantrieb im Gegensatz zum Raketentriebwerk den Naturgesetzen? Die Romane „20.000 Meilen unter dem Meer“ und „Von der Erde zum Mond“ von Jules Verne waren zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung im 19. Jahrhundert auch reine Fantasie. Der Überschallflug war bis 1947 Fantasie. Heute gibt es aber U-Boote, die monatelang unter Wasser bleiben oder die tiefste Stelle der Ozeane erreichen können. Das berĂŒhmte U-Boot „Trieste“ wurde ĂŒbrigens von Auguste Piccard konstruiert. Überschallflugzeuge und die Mondlandung wurden RealitĂ€t, weil Menschen sich damit beschĂ€ftigten und daran glaubten, dass es möglich ist. Was ist möglich, was ist unmöglich? Vorstellungskraft, Neugier, Wissenschaft, Technik, Forschergeist, „die Grenzen des Machbaren erweitern“! FĂŒr mich ist das ein Teil von STAR TREK.

    Der Transporter wirft sogar philosophische Fragen auf: Kann ein Menschen mit seinem Körper, seiner Persönlichkeit, seiner Intelligenz, seinen Erinnerungen, Erfahrungen, Emotionen und dem, was man „Seele“ nennt, vollstĂ€ndig von einer Maschine gescannt und erfasst werden? Kann man die gemessenen Daten anschließend auf einem DatentrĂ€ger abspeichern? Wird der Mensch durch diesen Datensatz, der ja aus Nullen und Einsen besteht, wirklich komplett beschrieben? Wie sieht es mit dem Materialisieren aus? Ist das Lebewesen, das materialisiert wird, tatsĂ€chlich der ursprĂŒngliche Mensch oder nur eine Kopie von ihm und die Person ist eigentlich lĂ€ngst tot? Dieses Gedankenexperiment wird als „Teletransportation Paradox“ bezeichnet und vom schottischen Philosophen Thomas Reid im Jahr 1775 entwickelt. Der weltberĂŒhmte polnische SciFi-Autor StanisƂaw Lem diskutiert es in seinem philosophischen Text „Dialogi“ von 1957 und im Roman „SterntagebĂŒcher“. Das Theseus-Paradoxon (oder „Schiff des Theseus“) behandelt eine Ă€hnliche Frage. Auch Filme wie z.B. „Moon“ befassen sich mit dieser Thematik. Ich werde spĂ€ter auf dieses Thema zurĂŒckkommen.

    Mit Dingen wie Kampfblumen und dem WĂŒnsch-dir-was-GerĂ€t zeigt Michael Chabon, dass er kein Interesse an der Wissenschaft hat und ihm die vielen Gedanken, die sich Menschen ĂŒber die Technik von STAR TREK gemacht haben, am Arsch vorbeigehen. „Fragt nicht, wie das funktioniert, es spielt keine Rolle. Hauptsache, mein Plot kommt voran!“ Das kann ich entweder so akzeptieren oder es bleiben lassen, genau wie die doofen Twists und billigen Tricks in frĂŒheren schlechten Episoden der alten Serien. Einen tieferen Sinn hat das Ganze jedenfalls nicht. Anstatt das WĂŒnsch-dir-was-GerĂ€t zu erfinden, hĂ€tte Chabon die La Sirena auch einfach
 nicht kaputt gehen lassen können! Oder die SchĂ€den so gering halten, dass Rios und Raffi sie selbst reparieren können! Oder Seven mit ihren XBs bei der Reparatur helfen lassen können! Oder, oder, oder
 Aha, das ist also eine ironische Anspielung auf das Technobabble, sieh mal einer an! Ist der Zhat Vash, der 2.000 Jahre lang kĂŒnstliche Lebensformen jagte und tötete, von dem wir aber NOCH NIE etwas gehört haben, vielleicht auch eine „ironische Anspielung“? Ist die Tatsache, dass weder die Soong-Androiden Data, Lore, B-4 und Juliana Tainer noch ihr „Vater“ Dr. Noonien Soong oder sein Lehrer Dr. Ira Graves noch die vielen Androiden und intelligenten Computer in TOS vom Zhat Vash zerstört wurden, etwa auch eine „ironische Anspielung“? Im Finale der 2. Staffel von DISCOVERY kĂ€mpfte die Sternenflotte zusammen mit den Klingonen gegen die außer Kontrolle geratene KI namens „CONTROL“, aber der Zhat Vash hielt sich heraus und wurde nicht erwĂ€hnt. Ist der Zhat Vash, der aus „Elitesoldaten“ besteht, die sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit in Massen töten lassen und bei jeder einzelnen Mission klĂ€glich versagen, auch eine „ironische Anspielung“? Wow, diese Serie steckt ja voller „ironischer Anspielungen“!

    Lieber Flo, wie unterscheidest du in PICARD zwischen Ironie, in der bestimmte Dinge absichtlich sinnlos sind und dem schlechtem Writing, das trotz seines niedrigen Niveaus ernst gemeint ist? Ich kriege das nicht hin.

    Ja, gegen welche physikalischen Gesetze verstĂ¶ĂŸt denn der Transporter? Warum gibt es dieses tolle Ding nicht schon lĂ€ngst? Hallo und GrĂŒĂŸ Gott, Quantentheorie! Über solche Themen kann man durchaus mal sprechen und ganze BĂŒcher schreiben! Und Menschen haben das sogar getan! Unfassbar, oder? In welchem Buch kann ich mich ĂŒber chabonsche K(r)ampfblumen und WĂŒnsch-dir-was-GerĂ€te informieren? Wahrscheinlich ist „STAR TREK: Picard“ tatsĂ€chlich eine Fantasy-Serie mit ZauberstĂ€ben, Romulaner-Elben und Kampfblumen. Dann möchte ich aber auch Zauberer, Hexen, Zwerge, Riesen, Feen, Orks, Totesser, Dementoren, Slytherins, Hufflepuffs, Ravenclaws, Gryffindors, Drachen, Hobbits, Ents, Trolle, Balrogs, Kobolde, Nymphen, Goblins, Meerjungfrauen, peitschende Weiden, Basilisken, Vampire, Zombies, verwunschene Burgen und Schlösser sowie magische Ringe, Schwerter und RĂŒstungen sehen! HĂŒbsche, junge Prinzessinnen, die von edlen, schönen Prinzen wachgekĂŒsst werden, dĂŒrfen auf keinen Fall fehlen, sonst ist es keine richtige Fantasy. Ach ja: Die Bifrost Bridge aus „Thor“ wĂ€re auch nett.

    Ich wette, dass Narissa NICHT tot ist! Wir haben sie fallen sehen und ihren Schrei gehört. In einer Episode, in der der Hauptcharakter durch einen Golem wiederaufersteht, stirbt es sich nicht so schnell, v.a. nicht bei einem eindimensional-bösen Abziehbild-Villain wie Narissa.

    OK, man kann es so sehen, dass im Finale nur Coppelius Station gerettet werden soll. Coppelius Station sehen wir jedoch nur in der 9. und 10. Folge. Die ersten acht Episoden ĂŒber versucht der Zhat Vash das Universum vor der existentiellen Bedrohung durch die (Super-)Synths zu retten, zumindest wird es so erzĂ€hlt. Im Finale geht es ja auch wieder um die Super-Synths. Coppelius Station bzw. „Synthhausen“ ist fĂŒr die Story insgesamt relativ belanglos. Die Handlung könnte genauso ablaufen, wenn die Synths auf Coppelius mehrere Siedlungen oder große StĂ€dte hĂ€tten, aber nur in einer davon wird der Transmitter gebaut.

    Ichebs Tod stört auch mich! Er ist ein liebgewonnener Charakter aus VOY, taucht hier in einer kurzen Szene auf und wird sofort ermordet. Seven weint ganze zwei Attosekunden um ihn und zieht dann ihren Rachefeldzug durch. Anschließend wird Icheb nicht mehr erwĂ€hnt, weil er fĂŒr Seven ja sooo unglaublich wichtig war. Sie war ja schließlich seine „Mutter“ und er war ihr „Sohn“! Ach, wie tragisch das doch alles ist

    JIPPIE!!! Lasst uns eine KOSTÜMPARTY feiern!

    Dasselbe Schicksal ereilt auch Hugh. Er ist seit TNG mit Picard befreundet und wird von Narissa getötet. JL und Seven erwĂ€hnen ihn danach noch einmal kurz in jeweils einem Satz, aber mehr gibt es ĂŒber Hugh wohl nicht zu sagen. Man hĂ€tte ihn natĂŒrlich mithilfe von Nanosonden retten können, aber was soll‘s! Macht ihn doch einfach nieder! Danke, Michael Chabon, sie sind ein großartiger Autor! Charaktere sind Ihnen zwar wurscht, aber genau dafĂŒr mögen wir Sie. Wisst ihr eigentlich, dass nach Hughs Tod auf die La Sirena geschnitten wird, wo Agnes ihr nĂ€chstes StĂŒck Torte verspeist und es anschließend nach Nepenthe geht, wo eine schöne Familienszene inkl. Pizzaessen gezeigt wird? Claudia Kern wies im Podcast „Planet Trek FM“ darauf hin. Fazit: Nachdem ein Charakter ermordet wurde, gibt es was Leckeres zu essen, weil man das im Haushalt von Monsieur Chabon eben so macht.

    Narek war acht Episoden lang ein echt fieser Möpp, der Soji eiskalt belogen und gnadenlos ausgenutzt hat, um sie zu letztendlich brutal zu ermorden und ihr ganzes Volk zu vernichten. Im Finale verfolgt er zwar immer noch diese Mission, aber aus irgendeinem Grund, den nur Monsieur Chabon kennt, arbeiten die Helden plötzlich mit ihm zusammen und er ist urplötzlich einer der „Guten“. Es gibt sogar eine Grillparty mit Lagerfeuer und kĂŒhlem Dosenbier, super!

    OK, das kĂŒhle Dosenbier habe ich gerade hinzugefĂŒgt. Trotzdem: Wie kommen Rios, Raffi und Elnor dazu, Narek plötzlich zu vertrauen?

    JL wurde von den Synths praktischerweise in einem typischen STAR TREK-„GefĂ€ngnis“ „eingesperrt“ und kann von dort schnell und einfach „entkommen“, weil er ja von den „Wachen“ so gut „bewacht“ wurde. Wie sind Picard und Jurati eigentlich wieder auf die La Sirena gekommen? Sie mĂŒssen sich dorthin gebeamt haben! Am Ende der Folge sehen wir zwar, dass die Synths Transporter blockieren können. Als Picard „eingesperrt“ war, hatten sie dazu wohl einfach keine Lust. A.I. Soong („der Typ heißt ĂŒbrigens ‘A.I.‘, weil er Androiden baut, hihi!“) findet genau zum richtigen Zeitpunkt heraus, dass Sutra zusammen mit Narek ihre Schwester Saga ermordet hat. Was fĂŒr ein Zufall! In TNG und VOY ist ein Borg-Kubus eine zerstörerische und furchteinflĂ¶ĂŸende Waffe. Wieso setzt Seven die Waffen des WĂŒrfels nicht gegen die romulanische Flotte ein? Hatte sie einfach keinen Bock drauf? An solchen „genialen Kniffen“ erkennt man im Jahr 2020 also eine toll geschriebene Geschichte.

    Es gibt auf dem großen Erdenrund nur einen einzigen Autor, der so faszinierende Geschichten schreiben kann, ich bin ganz verzĂŒckt!

    In welcher Form haben die Romulaner eurer Meinung nach mehr Tiefe gewonnen? Laris und Zhaban waren nur in den ersten drei Folgen zu sehen. Der Zhat Vash mit seinen Charakteren Oh, Narissa und Narek hat, wie ihr selbst sagt, stark abgebaut. Allerdings finde ich, dass er schon schwach angefangen hat. Narek ist in 90% der Episoden in Season 1 ein Fiesling, der rĂŒcksichtlos nur ein Ziel verfolgt. Elnor ist der einzige Romulaner an Bord der La Sirena, aber er ist in seinem eigenen Volk ein Außenseiter, weil er als einziger Junge im Frauenorden der Qowat Milat aufwuchs. Er hat bis jetzt auch keine Beziehungen zu anderen Romulanern. Elnor kann höchstens als fĂŒr sich stehender Charakter mehr Tiefe gewonnen haben, das hat aber nichts mit den Romulanern als Volk zu tun. Der ehemalige Senator Adrev hĂ€tte eine spannende Figur werden können, wurde aber vom guten Elnor enthauptet. Über Ramdha wissen wir nur sehr wenig und sie spielt kaum eine Rolle. Über das RĂŒckgewinnungsprojekt ist selbst am Ende der Staffel so gut wie nichts bekannt. Meiner Ansicht nach haben die Romulaner nicht an Tiefe gewonnen.

    „First Contact“ ist nicht gerade mein Lieblingsfilm, aber Data hatte dort die Queen verarscht und die QUANTENTORPEDOS (nicht die Photonentorpedos, das ist ein Unterschied! 😉) so manipuliert, dass sie die Phoenix verfehlten. Als die Queen das merkte, kam es zum Showdown.

    Der „FLUPP!“-Effekt, der seit DISCOVERY verwendet wird, wenn ein Raumschiff unter Warp fĂ€llt, erinnert mich zu sehr an STAR WARS. Bei STAR TREK gab es seit „The Motion Picture“ ikonische Spezialeffekte fĂŒr den Warpflug, die im Laufe der Jahre verĂ€ndert und an die neuen technischen Möglichkeiten bei der Produktion angepasst wurden. Auch die Raumschlacht gegen die Kampfblumen ist mir zu stark an STAR WARS angelehnt: riesig, unĂŒbersichtlich, knallbunt, bombastisch. In STAR TREK war schon ein Kampf zwischen ZWEI Raumschiffen eine Raumschlacht und das war gut so! Die Raumschlachten in DS9 sehen toll aus, so was kann man in einer Serie gern machen, muss man aber nicht. Ich hĂ€tte mir da mehr Abwechslung gewĂŒnscht, z.B. durch BodenkĂ€mpfe. Die VervielfĂ€ltigung von Juratis Gesicht fand ich wieder Mal zum FremdschĂ€men, genau wie die alberne KostĂŒmparty auf Freeclound und das „Borg-Ritual“.

    Kann ein Fahrzeug die Lichtgeschwindigkeit erreichen oder sogar ĂŒberschreiten? Am Anfang des 20. Jahrhunderts beschĂ€ftigte sich ein junger Angestellter des Schweizer Patentamtes in seiner Freizeit mit dieser Frage. 1905 veröffentlichte er den Aufsatz „Zur Elektrodynamik bewegter Körper“. Den Nobelpreis erhielt er fĂŒr seine im selben Jahr erschienene Arbeit mit dem Titel „Über einen die Erzeugung und Verwandlung des Lichts betreffenden heuristischen Gesichtspunkt“, in der er den photoelektrischen Effekt beschrieb. Bis heute benutzen PhysikerInnen die Popkultur in Form von Science Fiction-Filmen, um einem breiten Publikum seine bahnbrechende Arbeit nahezubringen. Zum Thema „Wie funktionieren Impuls- und Warpantrieb“ empfehle ich die oben erwĂ€hnte DVD mit Harald Lesch. Ihr kennt meinen Standpunkt schon und ich möchte mich nicht wiederholen.

    Wer behauptet denn, dass die Wissenschaft alle Probleme lösen kann? STAR TREK hat diese Behauptung noch nie aufgestellt! Denkt bitte mal an die TOS-Episoden, in denen Computer zur Gefahr werden wie z.B. in „The Ultimate Computer“, die eine Kritik an der Technisierung enthielt oder an die TNG-Folge „When the Bough Breaks“, in der ein außerirdisches Volk seine Probleme nur durch Wissenschaft und Technik lösen wollte und damit hart auf die Schnauze fiel! Erinnert euch an die VOY-Episode „The Omega Directive “, in der uneingeschrĂ€nkte TechnikglĂ€ubigkeit beinahe die Voyager zerstörte! Wir sehen in STAR TREK oft, dass Wissenschaft und Technik gefĂ€hrlich sein können. Nein, wir fahren nicht mit atomgetriebenen Autos durch die Gegend und Tschernobyl ist in die Luft geflogen. Ja, Wissenschaftler haben sich schon oft geirrt, weil das zur Wissenschaft gehört! Wissenschaftler stellen Hypothesen auf und verifizieren sie durch Experimente. Falls die Hypothesen scheitern, entwickeln sie neue Hypothesen usw. Die Lösung des Energieproblems ist z.B. nicht nur ein wissenschaftlich/technisches Problem, sondern hat auch eine soziale, wirtschaftliche und politische Komponente. Die Nutzung der Kernenergie ist eine politische Entscheidung und wird von Politikern und Regierungen getroffen. Kein Physiker in einem Forschungsinstitut baut sich zum Spaß einfach mal einen Atomreaktor. Bei der Energieversorgung geht es um die Wirtschaft, um ArbeitsplĂ€tze, um Geld und Macht. Bei diesen Dingen muss immer an der Gesellschaft und der Politik angesetzt werden. Wenn beispielsweise alle Autofahrer in Deutschland auf dicke SUVs verzichten und öfter zu Fuß, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad fahren wĂŒrden, könnte man den Energieverbrauch deutlich senken. Das mĂŒssen wir aber in die Köpfe reinkriegen! Auch das ErnĂ€hrungsproblem kann nicht allein durch die Wissenschaft gelöst werden, weil dort ebenfalls soziale und politische Aspekte wichtig sind. Haltet die Lebensmittelproduzenten, Supermarktketten und Restaurants davon ab, genießbare Lebensmittel wegzuwerfen! Sorgt dafĂŒr, dass Landwirte auf der ganzen Welt fĂŒr ihre Arbeit ordentlich entlohnt werden! Das kann man nicht durch die Wissenschaft lösen. Kein Wissenschaftler/Ingenieur kann eine Maschine bauen, sie einschalten und – schwupps! – schon haben alle Menschen auf der Welt sauberes Trinkwasser und genug zu essen, niemand muss mehr hungern. Das geht so nicht! Die Entwicklung der Menschheit und besonders der Industrienationen seit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert wurde ĂŒbrigens sehr stark von Entdeckungen und Erfindungen geprĂ€gt. Warum werden wir in Deutschland im Gegensatz zu anderen LĂ€ndern weitgehend von Infektionskrankheiten verschont? Weil WissenschaftlerInnen Impfungen und Medikamente wie Antibiotika entwickelten! Wieso können wir in den Supermarkt gehen und frische Lebensmittel kaufen? Weil ChemikerInnen, LebensmitteltechnikerInnen und IngenieurInnen Wege gefunden haben, mit denen man Essen lange haltbar machen und transportieren kann! Warum nutzen wir Smartphones, PCs und das Internet, warum ist der Online-Versand so schön bequem und schnell, warum gibt es praktische Dinge wie NavigationsgerĂ€te? Weil WissenschaftlerInnen mit ihrer Forschung die Grundlagen dafĂŒr legten und TechnikerInnen die entsprechenden Produkte entwickelten!

    Bei der Flotten der Romulaner und der Sternenflotte stören mich zwei Dinge. Zuerst mal ist die schiere GrĂ¶ĂŸe der Flotten total ĂŒbertrieben. Eine Flotte muss doch nicht aus hunderten von Schiffen bestehen! In der Schlacht von Wolf 359 verlor die Sternenflotte 39 Schiffe mit 11.000 Besatzungsmitgliedern. Das versetzte ihnen einen schweren Schlag, der spĂ€ter zur Entwicklung der USS Defiant (NX-74205) fĂŒhrte. Das nĂ€chste Problem ist die Tatsache, dass jeweils ein einziges Schiffsmodell hundertfach kopiert wurde, zumindest sieht es fĂŒr mich so aus. Im Discovery Panel meinten Andy und Sebastian, dass die Post Production unter der Corona-Krise litt und sie zu wenig Manpower hatten. Na gut, vielleicht war das so. Wenn ich als Produzent/Regisseur/Designer aber doch weiß, ich kann diese Animation aus welchen GrĂŒnden auch immer nicht vernĂŒnftig darstellen, dann wĂ€hle ich eine andere Lösung! Ich kapiere nicht, warum das so sein muss.

    Im Finale wird klar, dass der Zhat Vash niemals vorhatte, die Synths zu zerstören. Sie hatten nĂ€mlich alle Zeit der Welt und jedes Mittel, was dafĂŒr nötig war. Dabei haben sie als einzige Fraktion die ganze Lage richtig eingeschĂ€tzt, weil die Synths wirklich eine Gefahr fĂŒr das organische Leben sind! Im Endeffekt waren die Romulaner also schon seit Folge 1 die Helden, Narek, Narissa und Oh waren keine Bösewichte, sondern das genaue Gegenteil! Narek ist eben KEIN fieses Arschloch, der Soji belogen und benutzt hat, sein Ziel bestand ja in der Rettung aller organischen Lebewesen im Universum. Die Gefahr durch die Synths besteht ĂŒbrigens weiterhin, denn sie können ihre „Befreier“ jederzeit wieder anrufen und niemand hĂ€lt sie davon ab. Vielleicht ist Sutra (was wird eigentlich aus ihr?) nicht die einzige Fanatikern, die ihre Spezies um jeden Preis gegen die „Organischen“ verteidigen möchte.

    Ich finde es trotz aller Kritik glaubwĂŒrdig, dass Picard Soji ĂŒberzeugen kann. Seine Rede ist toll! Bills Grinsen fiel mir auch sofort auf. Das haben sie schön gemacht, aber das nervige Zeug außen herum stört mich.

    Picards Tod finde ich sehr unglaubwĂŒrdig, unlogisch und schlecht geschrieben. Seine Krankheit wird in der Staffel vor „Et in Arcadia Ego, Part II“ zwei Mal angesprochen: das erste Mal in „Maps and Legends“, als er sich mit seinem Arzt Dr. Benayoun unterhĂ€lt und das zweite Mal in „Et in Arcadia Ego, Part I“, als Jurati ihn untersucht, ihm die Krankheit diagnostiziert und er danach verkĂŒndet, er wolle nicht wie ein sterbender Mann behandelt werden. Abgesehen von diesen beiden Gelegenheiten spielt seine Krankheit bis zu „Et in Arcadia Ego, Part II“ KEINE Rolle, sie wird einfach nicht erwĂ€hnt. Picard ist nicht angeschlagen. Er ist nicht schwach. Er muss keine Arznei nehmen. Er muss sich nicht öfter mal ausruhen. Er wird nicht schnell mĂŒde. Er hat keine Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten oder andere Symptone. NICHTS, aber auch wirklich GAR NICHTS deutet auf seine Krankheit hin! Ganz im Gegenteil: Der 94-jĂ€hrige Jean-Luc ist sogar fit wie ein Turnschuh! Er wird schon in der Pilotfolge durch eine riesige Explosion durch die Luft geschleudert und bleibt unverletzt. Ein normaler Mensch wĂ€re hier schwer verletzt worden, aber der todkranke, 94-jĂ€hrige Picard ĂŒbersteht das ohne einen Kratzer! Er lĂ€uft auf der Erde und auf Coppelius ohne Sonnenschutz durch die WĂŒste, obwohl er – ich glaube, es wurde schon erwĂ€hnt – todkrank und 94 Jahre alt ist! Er ĂŒberlebt einen Angriff auf sein Chateau, wobei er selbst gegen die Elitesoldaten des Zhat Vash kĂ€mpft. Dabei wird er geschlagen und zu Boden geworfen, bleibt aber unverletzt. Noch mal: Der Mann ist 94 Jahre alt und außerdem todkrank! Er ist 94 Jahre alt, todkrank und rennt auf der Flucht vor den Romulanern durch den Kubus. Er ist 94 Jahre alt, todkrank und fliegt im Finale trotzdem ohne Schwierigkeiten die La Sirena, obwohl er so etwas schon seit vielen Jahren nicht mehr getan hat. OK, es kann durchaus sein, dass so eine Krankheit sehr schnell akut wird. Ein Schlaganfall oder eine Gehirnblutung können auch plötzlich auftreten und zum Tod fĂŒhren. Man kann auch plötzlich an einem Gehirntumor sterben. Aber dass Picard fast schon wie ein kerngesunder, durchtrainierter, 20-jĂ€hriger Stuntman selbst in solchen anstrengenden, stressigen und sogar lebensbedrohlichen Situationen ruhig und gelassen bleibt, keine Schmerzen oder sonstige Symptome hat und am Ende zehn Minuten vor Schluss urplötzlich aus heiterem Himmel stirbt, ist extrem bescheuert und konstruiert. Das nehme ich den AutorInnen nicht ab! Da kann mir auch kein Mensch erzĂ€hlen, es wĂ€re „gut geschrieben“, denn das ist es nicht. Ich hĂ€tte es akzeptiert, wenn er in Folge 7 oder so durch den ganzen Stress von einer Sekunde auf die andere an einem Hirnschlag gestorben und tot umgefallen wĂ€re. Der Mann ist immerhin VIERUNDNEUNZIG Jahre alt! Welcher 94-jĂ€hrige, todkranke Mensch tut denn bitte solche Dinge wie Picard in dieser Staffel? Soll das etwa „glaubwĂŒrdig“ sein? Ist das vielleicht auch eine dieser „ironischen Anspielungen“ wie beim WĂŒnsch-dir-was-GerĂ€t? Versteht ihr das ernsthaft als Teil einer Fantasyserie, die rein zufĂ€llig „Star Trek: Picard“ heißt? Es hĂ€tte mich nicht gewundert, wenn er von Engelsfiguren mit großen Schwingen, langen, strahlend weißen GewĂ€ndern und wallenden Haaren gen Himmel gehoben worden wĂ€re, den in einer Fantasyserie kann das ja durchaus passieren.

    OK, Data ist jetzt endgĂŒltig tot und Jean-Luc hat sich von ihm verabschiedet. Data hatte aber noch mehr Freunde als Jean-Luc! Bill, Deanna, Geordi, Wesley, Worf, Beverly, Miles, Keiko, Pulaski und Guinan waren auch mit Data befreundet!

    In der großartigen TNG-Episode „Datas Day“ sagt Data folgende SĂ€tze ĂŒber seine Freunde an Bord der Enterprise-D:
    „My friend Chief O’Brien often says that above all else, he wants to make Keiko happy.“
    „I consider Geordi to be my best friend.“
    „In many ways, Deanna Troi is the friend that I understand the least.“

    In einem Dialog mit Keiko sagt Data zu ihr:
    „I am your friend.“

    In „The Next Phase“ hĂ€lt Data auf der Trauerfeier fĂŒr Geordi und Laren eine kurze Rede und sagt:
    „I never knew what a friend was until I met Geordi. He spoke to me as though I were human. He treated me no differently from anyone else. He accepted me for what I am. And that, I have learned, is friendship. But I do not know how to say goodbye.“

    In „The Outrageous Okona“ möchte er lernen, was Humor ist und unterhĂ€lt sich mit Guinan darĂŒber. Sie gibt Picard in „The Measure of a Man“ den entscheidenden Hinweis, mit dem er Data verteidigen kann. In „The Icarus Factor“ nimmt Data zusammen mit Geordi, Wesley, O‘Brien und Pulaski an einem Ritual zum zehnten Jahrestag von Worfs Initiation teil, weil sie Worfs Familie sind.

    Datas VerhĂ€ltnis zu Picard war in sieben Staffeln TNG das eines Offiziers zu seinem Vorgesetzten. Ja, in „The Measure of a Man“ verteidigte Picard in vor Gericht, aber Bill war als AnklĂ€ger bei dieser Verhandlung ebenso wichtig. Ohne ihn wĂ€re Data sofort zum Eigentum der Sternenflotte erklĂ€rt und von Maddox demontiert worden. Data rettete Picard nach seiner Assimilierung aus dem Kubus, aber daran waren auch Geordi, Beverly und Worf beteiligt. Bei TNG und den TNG-Filmen bestand die Lösung des Problems immer im Teamwork der Crew. Es gab nicht den Einzelnen, der eine große/wichtige/herausragende Tat vollbrachte, sondern die Mitglieder des Teams arbeiteten mit ihren individuellen Talenten und FĂ€higkeiten zusammen und retteten den Tag. Darum waren alle Hauptcharaktere der Serie wichtig und zwischen ihnen entstanden Freundschaften.

    Jetzt wird plötzlich so getan, als ob NUR Data und Jean-Luc Freunde gewesen wĂ€ren, aber das stimmt nicht! Es ist bloß eine einfache Lösung, die sich gut darstellen lĂ€sst. Ich kann mir das vielleicht irgendwie „hinbiegen“, aber trotzdem bleibt die Frage bestehen: Was ist mit Datas Freundschaften zu anderen Personen an Bord der Enterprise-D? Nicht Jean-Luc, sondern Geordi war sein bester Freund! DĂŒrfen sie jetzt auch um Data trauern? Data hat in „Nemesis“ fĂŒr die Rettung der Erde sein Leben geopfert. Er verdient eine offizielle Trauerfeier am HQ der Föderation oder der Sternenflotte und eine GrabstĂ€tte. Picard soll sich jetzt bitte ENDLICH darum kĂŒmmern, dass sein Freund gewĂŒrdigt wird! Das gehört zu den vielen Dingen, die der Admiral a.D. einfach mal jahrzehntelang verpennt hat.

    Ich hatte mich schon nach „Nemesis“ mit Datas Tod abgefunden. Es jetzt wieder aufzuwĂ€rmen, finde zwar nicht grundsĂ€tzlich schlecht, aber es hat einen schalen Beigeschmack. Sebastian und Andreas meinten im Discovery Panel, die ganze Staffel wĂŒrde nur dazu dienen, mit „Nemesis“ aufzurĂ€umen und das fĂ€nde ich ziemlich schwach. Es ist wie das Korrigieren eines Fehlers, der von anderen Menschen vor langer Zeit gemacht wurde. Das gelingt höchstens teilweise. Die Einrichtung des Raumes mit den GegenstĂ€nden, die alle glatte, graue OberflĂ€chen hatten, gefiel mir aber auch. Der Dialog war ebenfalls schön.

    Ein Hörer im Discovery Panel (ich glaube, es war Eike) brachte in seinem Kommentar einen guten Hinweis. Pia, du sagst: „JL hat sich mit seinem Tod abgefunden.“. D.h.: Admrial a.D. Jean-Luc Picard möchte nach einem langen, erfĂŒllten Leben, vielen Jahren im Dienst der Sternenflotte, zahllosen Abenteuern und dem Abschluss seiner finalen Mission jetzt STERBEN. Das beste, was seine Freunde tun können, ist ihm diesen Wunsch zu erfĂŒllen. Was tun A.I. Soong, Agnes und Soji stattdessen? Sie transferieren sein Bewusstsein in den Golem, der nicht mit der Krankheit behaftet ist und bauen eine „Todesuhr“ ein, die runterzĂ€hlt und JL an einem von ihnen festgelegten Zeitpunkt töten wird.

    Soongs Aussage finde ich spannend: „I knew you wouldn‘t want to adjust to something new. Not after 94 years in the same body with the same face.“

    Aha, Soong wusste also, dass sich Picards Bewusstsein nicht an einen vollkommen neuen, jĂŒngeren Körper gewöhnen möchte. Woher wusste er das? Woher wusste er oder einer der anderen, dass Picard ĂŒberhaupt mithilfe einer Maschine – nichts anderes ist der Golem – am Leben erhalten werden möchte? Hatte Picard vor seinem Tod eine PatientenverfĂŒgung hinterlegt, in der das formuliert war? Einen Golem oder den Transfer eines menschlichen Bewusstseins in diese aus lebenden Zellen aufgebaute, biologische Maschine gab es in STAR TREK zwar schon einmal in Ă€hnlicher Form, und zwar in der neunten TOS-Folge mit dem Titel „What Are Little Girls Made Of?“. Da wird der Wissenschaftler Dr. Roger Korby gezeigt, der vor Jahren bei einer Mission schwer verletzt wurde, dem Tode nahe war und sein Bewusstsein darum auf einen Androiden ĂŒbertrug. Korby nutzte dabei vor 138 Jahren die Technologie eines außerirdischen Androiden-Volkes. Diese Technik wurde danach soweit ich weiß nie wieder eingesetzt. Wie es funktionierte, wissen wir auch nicht. Ob die Soongs von Korbys Arbeit wussten, ist auch unbekannt. Soongs Technik kann also bestimmte Fehlerquellen oder Gefahren beinhalten. Im 24. Jahrhundert gab es diese Technik jedenfalls bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht, d.h. das ganze Verfahren ist möglicherweise komplett neu, wurde nie getestet und ist möglicherweise fehleranfĂ€llig. Picards Bewusstsein wird also als Versuchsobjekt bei diesem Experiment verwendet. Wann hat sich Jean-Luc Picard dazu bereit erklĂ€rt? Hier kann man wieder einen Vergleich zu TNG ziehen. In der Folge „Ethics“ wird Worf durch einen Unfall schwer verletzt und ist danach querschnittsgelĂ€hmt. Anschließend entbrennt zwischen den Ärztinnen Dr. Crusher und Dr. Russel eine hitzige Diskussion ĂŒber den Einsatz von neuen, noch unausgereiften Medikamenten. Das ist das Kernthema dieser Episode und es gibt keine abschließende Antwort. Hier wird es aber so dargestellt, als ob man mit der Technik den Tod besiegen könnte und es absolut OK ist, das einfach mal an einem Menschen, der keine EinverstĂ€ndniserklĂ€rung abgegeben hat, auszuprobieren. Ja, klar, es könnte auch schief gehen, aber hey – No risk, no fun!

    Jurati sagt: „We designed a cellular homeostasis algorithm, that should give you, more or less, the same number of years you would‘ve expected without the brain condition.“

    Soong, Jurti und Soji entwickelten also einen Algorithmus, der den Golem nach Ablauf einer bestimmten Zeit, die sie selbst festlegten, abschalten wird. Ist das ethisch vertretbar? Wer bestimmt denn darĂŒber, wie lange Picards Bewusstsein im Golem ĂŒberleben darf? Haben sie einen Zufallsgenerator programmiert, der irgendwann seine Vitalfunktionen stoppt und ihn tot umkippen lĂ€sst? Ich fĂ€nde es richtig scheiße, wenn ich nur mithilfe einer Maschine ĂŒberleben könnte, wĂ€hrend mein Arzt freudestrahlend zu mir sagt: „Ich habe die Maschine jetzt so eingestellt, dass sie noch ein paar JĂ€hrchen leben dĂŒrfen und danach ist Feierabend. Ist das nicht schön? Nicht doch, Sie brauchen sich nicht bei mir zu bedanken, ich habe das sehr gern fĂŒr sie getan.“ Das ist mit Abstand das arschigste Verhalten, das ein Arzt an den Tag legen könnte. Weil Agnes Jurati Ärztin ist
 tut sie
 es trotzdem?!

    Soong und Jurati sind meiner Meinung nach gewissenlose Menschen, die ihre eigenen Interessen hinsichtlich der Kybernetik ĂŒber die Ethik stellen, wobei eine bedauernswerte Person ohne ihr EinverstĂ€ndnis als Versuchskaninchen missbraucht wird. Soji, Raffi, Rios, Elnor und Seven machen dabei mit, weil
 ich hab‘ keine Ahnung, denkt euch selbst was aus! Das Ganze erinnert mich stark an „Robocop“, wo der Polizist Murphy im Einsatz ermordet und danach gegen seinen Willen von Mitarbeitern eines Konzerns in einen Cyborg “umgebaut” wird. Durch seinen eigenen Tod und die anschließende „Auferstehung“ erleidet Murphy ein Trauma, das er verarbeiten muss. Der halbe Film handelt von dieser Aufarbeitung. Murphy/Robocop befindet sich dabei auf der Suche nach seiner IdentitĂ€t. Insofern ist es eine sehr philosophische Geschichte, die natĂŒrlich Verhoeven-typisch mit einer Menge Satire, Action und krassen Gewaltdarstellungen angereichert wurde. Picards Bewusstsein steckt jetzt im Golem, aber er hat damit kein Problem und kann schon wieder als Captain seine Crew befehligen. Na ja, in einer Fantasyserie ĂĄ la Chabon ist das eben an der Tagesordnung!

    Die “Homöostase” bezeichnet das Gleichgewicht der physiologischen Körperfunktionen. Die zellulare Homöostase bezieht sich wohl auf das Gleichgewicht der Funktionen von lebenden Zellen. Ein Algorithmus ist eine eindeutige Handlungsvorschrift zur Lösung eines Problems oder einer Klasse von Problemen. Aber was genau ist ein „cellular homeostasis algorithm“? Ich bin kein Biologe oder Mediziner und ĂŒbersetze es mit „zellularer Homöostase-Alogrithmus“. Was ist das? Google brachte mich nicht weiter. Michael Chabon verarscht die „Hardcore-Trekkies“, indem er ganz bewusst KEIN Technobabble nutzt? Ist das so? Er hĂ€tte auch dafĂŒr sorgen können, dass Rios und Raffi die La Sirena mit irgendeinem Technobabble-Quatsch reparieren, entschied sich aber dagegen? Im Ernst? Was ist denn der Begriff „zellularer Homöostase-Alogrithmus“ fĂŒr euch? Ist das etwa kein Technobabble, sondern „Chabon-Sprech“ oder „Chabonesisch“? FĂŒr mich ist es astreiner, klassischer Technobabble: Wissenschaftliche Begriffe, die zusammengewĂŒrfelt wurden und sich in der Kombination cool anhören, aber keinen Sinn ergeben.

    Chefingenieur Heinz, Sie möchten die Phasenvarianz mit dem isolinearen Flusskoppler modifizieren, bevor der zellulare Homöostase-Alogrithmus gestartet wird, weil sonst unsere Zeitkristalle explodieren und eine SingularitÀt im Subraum erzeugen? Hört sich gut an. Machen Sie es so!

    Der Transfer in den Golem ist fĂŒr mich aus ethischer Sicht verwerflich, aber den Golem an sich empfinde ich durchaus als interessanten Charakter. Spannend ist schon der erste Dialog des Golems direkt nach seiner Erschaffung:
    Golem: „Am I real?“
    Soji: „Of course you are.“

    Der Golem mit dem Bewusstsein und den Erinnerungen von Jean-Luc Picard ist zweifellos real, aber er ist NICHT Jean-Luc Picard! Interessant ist auch, dass er zuerst mit seiner „Schwester“ Soji spricht. Jetzt könnte man einwenden: „Der Golem und Soji wurden auf dieselbe Weise erschaffen und besitzen implantierte Erinnerungen, darum hat der Golem denselben Stellenwert wie Soji.“ Nein, das hat er nicht! Soji und alle anderen Androiden bzw. Synths wurden genau wie die Soong-Androiden Data, Lore, B-4 und Juliana Tainer von Menschen geschaffen, hatten keine Kindheit und besitzen implantierte Erinnerungen, Erfahrungen oder sonstige Informationen. Sie können lernen und sich weiterentwickeln. Ich akzeptiere sie wie Data als „Nachkommen“ von Dr. Noonien Soong und seiner Ehefrau Juliana.

    Der Golem wurde aber nur fĂŒr einen speziellen Zweck erschaffen, nĂ€mlich zur Aufnahme von Picards Bewusstsein. Er ist ein bloßes GefĂ€ĂŸ, dessen Vorbild der Körper des verstorbenen Jean-Luc Picard war. Der Golem entstand in einem Labor. Er wurde nicht gezeugt und geboren, er hatte keine Kindheit, keine Jugend, keine PubertĂ€t, er wurde nicht erwachsen, absolvierte keine Ausbildung bei der Sternenflotte, diente nicht an Bord von Raumschiffen (im Gegensatz zu Data), war kein Captain, etc. Alle Erinnerungen, Erfahrungen, die Persönlichkeit usw. wurden nicht in das Gehirn des Golems eingefĂŒgt, sondern stammen von Jean-Luc Picard. Der Golem ist darum mit einem Computer vergleichbar, dessen Festplatte sich im Werkszustand befand und auf den ein Betriebssystem mit diversen Datenpaketen installiert wurde. Dieses Betriebssystem ist das Bewusstsein von Jean-Luc Picard.

    Hier kommt wieder das „Schiff des Theseus“ zum Tragen und das sprecht ihr ja auch an. Über den Dialog zwischen Picard und Parallel-Data in der Quantensimulation sagt ihr: „Der Data, der jetzt vor ihm sitzt, ist nicht der Data, der gestorben ist. Der Data in der Simulation ist derjenige Data, der zuvor in B-4s Bewusstsein (ich wĂŒrde sagen: positronisches Gehirn) implantiert worden ist. Das ist sozusagen eine Quantenrekonstruktion seines Bewusstseins, die fĂŒr Picard nicht gestorben ist.“ Mit Picard selbst geschah etwas Ähnliches: Soong, Jurati und Soji konnten kurz vor seinem Tod ein vollstĂ€ndiges Abbild seines neuralen Substrates erzeugen und ĂŒbertragen. FĂŒr mich ist das tatsĂ€chlich ein RĂŒckgriff auf „What Are Little Girls Made Of“, weil es dieser Story am nĂ€chsten kommt. Thomas Riker verbrachte ĂŒbrigens nicht Jahrzehnte oder Jahrhunderte auf Nervala IV, sondern „nur“ acht Jahre. Am Ende der Folge und der ersten Staffel von PICARD steht daher die Frage: Wer oder was ist das Lebewesen, das so aussieht wie Jean-Luc Picard, sich verhĂ€lt wie Jean-Luc Picard und die Erinnerungen, Erfahrungen und die Persönlichkeit von Jean-Luc Picard besitzt? In meinen Augen ist er ein Golem mit dem Bewusstsein von Jean-Luc Picard. Der Mensch Jean-Luc Picard wurde am 13. Juli 2305 in La Barre, Frankreich geboren, machte Karriere bei der Sternenflotte, hatte Freundschaften, verliebte sich, kommandierte ein Raumschiff, erfĂŒllte Missionen, usw. Der Golem mit Picards Bewusstsein besitzt zwar die Erinnerungen an all diese Ereignisse, hat sie aber nicht selbst erlebt. Ja, Picard hatte ein kĂŒnstliches Herz und es gibt auch heute schon kĂŒnstliche Gelenke, irgendwann können vielleicht kĂŒnstliche Augen hergestellt werden. Es kann sein, dass der menschliche Körper wirklich StĂŒck fĂŒr StĂŒck durch synthetische Komponenten ersetzt wird und in einer fernen Zukunft alle Menschen Cyborgs oder Roboter sind. Auf dem Weg dorthin taucht aber die Frage auf, ob es sich eigentlich noch um Menschen handelt. Falls es dazu kommt, werden sie eine Antwort finden. Cyberpunk-Filme, die sich mit diesen Themen beschĂ€ftigen wie z.B. „Blade Runner“, „Robocop“ und „Ghost in the Shell“ stellen solche Fragen: Wer bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was bedeutet es, ein Mensch zu sein? Wie real sind meine Erinnerungen?

    Eine Person kann durch einen Unfall, eine Gewalttat, eine Krankheit oder einen Krieg Gliedmaßen oder Organe verlieren, die dann durch Prothesen ersetzt werden. Die Frage ist aber, was dieses Erlebnis mit dem Menschen macht. Nach den beiden Weltkriegen gab es viele Kriegsversehrte, die einen Arm, ein Bein oder ihr Augenlicht verloren hatten. Ich erinnere mich besonders an Dokus ĂŒber den Ersten Weltkrieg, in denen Soldaten gezeigt wurden, die grauenhafte Kopfverletzungen erlitten hatten. Das geht mit einem Trauma und einer VerĂ€nderung der Persönlichkeit einher, denn solche Erlebnisse und (körperlichen + seelischen) Verletzungen bleiben nicht ohne Folgen. Bei Jean-Luc frage ich mich auch, wie er sich verĂ€ndert hat. Der junge, hitzköpfige Picard fing einen Streit mit Nausikaanern an, wurde mit einem Dolch durchbohrt und bekam ein kĂŒnstliches Herz. Von da an war er nicht mehr der Heißsporn, sonder der Jean-Luc mit dem kĂŒnstlichen Herz. Nachdem er von den Borg assimiliert und zurĂŒckgeholt wurde, war er ein anderer Mensch als vorher. So gab es weitere Ereignisse, die ihn verĂ€nderten, z.B. die Folter durch die Cardassianer und der Tod von Robert und RenĂ©. Sein Körper, der sich wie ihr sagt, alle sieben Jahre erneuert (oder auch nicht) blieb aber derselbe. In der Episode „Et in Arcadia Ego, Part II“ gibt es einen harten Schnitt: Jean-Luc stirbt und sein Bewusstsein wird in den Golem transferiert. Wie wird ihn das beeinflussen? Dr. Roger Korby war anscheinend ein netter Typ, der mit Christine Chapel verlobt war. Nachdem er sein Bewusstsein auf einen Androiden ĂŒbertragen hatte, wurde aus Korby aber ein fieses Arschloch und am Ende beging er Suizid.

    Ein Mensch hat einen Körper und einen Geist. Ihr sagt ja auch, dass die Persönlichkeit aus dem Körper heraus entsteht. Darum kann man das nicht voneinander trennen, das Bewusstsein ĂŒbertragen und am Ende so tun, als ob es immer noch derselbe Mensch wĂ€re. Lasst uns ein kleines Gedankenexperiment durchfĂŒhren. Sie hĂ€tten ihm ja auch einen anderen Körper geben können. WĂ€re er dann trotzdem JL geblieben? Sie hĂ€tten auch mehrere Golems herstellen und auf jeden einzelnen Jean-Lucs Bewusstsein ĂŒbertragen können. So wie es gezeigt wird, besteht das Bewusstsein, die Persönlichkeit, die Erinnerungen und Erfahrungen nur aus einem Datensatz, die man aus dem Gehirn extrahieren, auf einem Datenspeicher abspeichern und auf einen anderen Datenspeicher ĂŒberspielen kann. Ich kann von meinem PC aus eine EXE-Datei beliebig oft auf andere PCs kopieren und das Programm auf diesen PCs installieren. Genauso einfach geht es mit dem Transfer eines Bewusstseins auf Golems. Das wird in der Folge jedenfalls so dargestellt! Wenn jetzt mehrere Golems mit dem Bewusstsein von Jean-Luc existieren, welcher von ihnen ist dann der „echte“ Jean-Luc? Sind alle „echt“? Es könnte eine Ă€hnlich Situation entstehen wie in der angesprochenen Folge „Second Chances“, in der Riker durch einen Transporterunfall verdoppelt wurde. Da haben sie auch nicht einfach gesagt: „Na gut, dann gibt es jetzt eben zwei William T. Rikers“, nein! Der Riker auf der Enterprise behielt seinen vollen Namen William Thomas Riker und der Riker auf dem Planeten nannte sich Thomas Riker, ohne den ersten Vornamen William. Die beiden entwickelten sich auch unterschiedlich, denn Will blieb in der Sternenflotte, aber Thomas schloss sich dem Maquis an. Eine Ă€hnliche Entwicklung könnte sich bei mehreren Exemplaren von Jean-Luc Picard abspielen. Wenn sie alle Menschen sind, möchten sie auch Individuen sein und sich von ihren „Zwillingen“ unterscheiden.

    Ihr macht es euch in meinen Augen zu einfach und nennt den Golem „Jean-Luc Picard“. Er ist aber eine kĂŒnstliche Lebensform mit dem Erscheinungsbild und dem Bewusstsein von Jean-Luc Picard. Er hat in meinen Augen mehr Gemeinsamkeiten mit Weyoun, der nach dem Tod eines seiner Klone erneut geklont wird oder mit den Zylonen-Modellen in „Battlestar Galactica“, die nach ihrem Tod wiedergeboren werden. Mit Picard könnte man dasselbe machen. Sein Bewusstsein könnte vor dem Transfer in den Golem in einem Datenspeicher gesichert worden sein und die Herstellung eines zweiten Golems dĂŒrfte kein Problem sein. Wenn der aktuelle Golem an AltersschwĂ€che oder auf andere Weise stirbt, kann jemand eventuell noch Mal ein vollstĂ€ndiges Abbild seines neuralen Substrates erzeugen und entweder dieses oder das zu dem Zeitpunkt veraltete gespeicherte Bewusstsein auf den zweiten Golem transferieren. Solche Möglichkeiten gab es vorher nicht, darum ist diese ZĂ€sur fĂŒr mich so einschneidend.

    Egal, zu welchem Ergebnis man hier kommt, es kann nicht pauschal behauptet werden: „Er ist Jean-Luc Picard“, denn das ist falsch! In der Episode wird aber so getan, als ob es wirklich so einfach wĂ€re und das Ă€rgert mich massiv! Eines der Hauptprobleme dabei ist aber, dass Jean-Luc nicht gefragt wurde, ob er das ĂŒberhaupt möchte, sie haben es einfach getan.

    Der Synth Ban ist das zentrale Ereignis der Staffel, weil alles damit zusammenhĂ€ngt: der Zhat Vash, der Angriff auf den Mars, der Tod von Thad Troi-Riker, der Selbstmord von Rios’ ehemaligem Captain, der bei ihm ein Trauma auslöste und Juratis Mord an ihrem Ex-Freund Maddox. Im Staffelfinale wird diese ganze Story, die sich ĂŒber 14 Jahre erstreckt, aber mit EINEM EINZIGEN Satz abgehandelt, als Soji zu Picard sagt:
    “And now that they’ve lifted the ban on synthetics, I’m free to travel.”

    Aha, Soji, Picard und alle anderen Synths dĂŒrfen jetzt ĂŒberall hingehen, interessant! Darf ich mal kurz daran erinnern, dass der Zhat Vash seit 2.000 Jahren aktiv ist und alle synthetischen Lebensformen vernichtet? Warum sollte sich der Zhat Vash plötzlich darum scheren, dass die Föderation den Synth Ban auf ihrem Territorium aufgehoben hat? Er war doch auch schon vorher ĂŒberall unterwegs und ignorierte die Grenzen und Gesetze anderer Staaten. Wartet mal, wurde der Zhat Vash nicht schon lĂ€ngst aufgelöst und alle ehemaligen Zhat Vash-Agenten entschieden sich von Jetzt auf Gleich dazu, die existentielle Bedrohung des Lebens im Universum, die seit undenklichen Zeiten in ihren Geschichten von Generation zu Generation weitergegeben wird, einfach zu vergessen? Ja, genau so muss es gewesen sein! Alle Ressentiments, die es in der Föderation gegen synthetische Lebensformen gab, sind natĂŒrlich auch mit einem Schlag aufgehoben. Das ist ja auch ganz logisch, denn nachdem die Synths beinahe ihre „Befreier“ gerufen und damit alles organische Leben zerstört hĂ€tten, fĂŒhlt sich natĂŒrlich niemand mehr von ihnen bedroht. Warum auch? Das ist alles Off-Screen passiert und wurde mit keinem Wort erwĂ€hnt, aber in einer so gut geschriebenen Story muss ja auch nicht jedes winzige Detail haarklein erklĂ€rt werden, oder? Genau!

    Ich finde, es gab zwar interessante Themen und Szenen, wie z.B. den Dialog zwischen Picard und Parallel-Data, aber es gab drumherum eben auch viel Quatsch. Vielleicht habe ich es verrissen, aber so ist eben meine Meinung. Ich schaue eine Serie nicht, weil ein bestimmtes Markenlogo oder ein Schriftzug draufsteht, sondern weil ich mir eine Geschichte wĂŒnsche, die nicht sofort auseinanderfĂ€llt, wenn ich darĂŒber nachdenke. Bei PICARD ist das leider nicht der Fall. Im Bereich Science Fiction habe ich schon deutlich Besseres gesehen, z.B. bei “Battlestar Galactica” und “The Expanse”. BSG ist bei mir schon ein paar Jahre her, aber ich erinnere mich sehr gut an den Pilotfilm, einzelne Folgen und Szenen. Diese Serien haben zwar auch ihre SchwĂ€chen, aber sie packen mich von Anfang an und halten die Spannung aufrecht. PICARD tut das nicht. Ich sehe auch wenig Unterschiede zwischen DISCOVERY und PICARD, sondern eher Gemeinsamkeiten.

    In beiden Serien wird in jeder Staffel das Universum gerettet und in zwei von drei FĂ€llen geht es um eine ĂŒbermĂ€chtige KI. Eine gut ausgearbeitete, kleinere Story um eine Gruppe von Charakteren wie in anderen Serien (nicht nur in STAR TREK) scheinen die Autoren abzulehnen. Wieso muss es denn immer gleich um alles gehen?

    In beiden Serien haben die Charaktere keinen Alltag, sondern werden von einer verrĂŒckten, lebensbedrohlichen Extremsituation in die nĂ€chste geworfen und mĂŒssen stĂ€ndig um ihr Leben kĂ€mpfen.

    In beiden Serien gibt es Dinge, die zuerst groß aufgebaut werden und plötzlich wieder in Vergessenheit geraten. In DISCOVERY ist es das Myzel-Netzwerk, in PICARD ist es der Synth Ban bzw. der Zhat Vash.

    Beide Serien haben eine tolle Optik und starke Schauspieler, aber die DrehbĂŒcher lassen arg zu wĂŒnschen ĂŒbrig.

    In beiden Serien wird zu viel auf Dramatik gesetzt, was bei mir selten funktioniert, weil es zu selten durch Charakterentwicklung und Story unterfĂŒttert ist.

    In beiden Serien wird zu viel gestorben und es gibt spannende Charaktere, die einfach sterben, ohne dass ich sie kennenlernen durfte. In DISCOVERY waren es z.B. Georgiou, T’Kuvma und Culber, in PICARD waren es Dahj und ihr Freund sowie Adrev. Bekannte Charaktere wie Hugh und Icheb wurden einfach verheizt, die vielen XBs auf dem Kubus wurden einfach erschossen (sie waren ĂŒbrigens alle Individuen, aber das spielt keine Rolle). Wenn Whoopie Goldberg als Guinan in der 2. Staffel zurĂŒckkehrt, schwant mir Böses! Wird sie genauso sinnlos niedergemetzelt, weil es schön dramatisch ist?

    Beide Serien verlassen sich von Episode 1 an zu sehr auf die Charaktere aus den alten Serien, anstatt wie DS9 mit höchstens einer TNG-Figur anzufangen, sich ĂŒber mehrere Staffeln hinweg ein eigenes Profil zu erarbeiten und danach weitere Figuren aus TNG einzufĂŒgen.

    Das waren „My two cents“ zum Finale der 1. Staffel von PICARD.

    LL&P 🖖 👋
    2Voq

    Antworten
    • 2Voq

      Nachtrag: Wie lange mir PICARD im GedĂ€chtnis bleiben wird, weiß ich noch nicht. Nach einer Staffel wirkt es auf mich wie eine Serie, die ich mir ein Mal angucke und danach schnell wieder vergesse.

      Antworten
    • 2Voq

      Nachtrag Nr. 2: Ich hatte vergessen, dass Khan Noonien Soong im 24. Jahrhundert das Bewusstsein seiner verstorbenen Ehefrau Juliana auf einen Androiden ĂŒbertrĂ€gt. Mein Punkt wird dadurch aber nicht geschwĂ€cht, denn die Synths bestehen im Gegensatz zu den Androiden aus Fleisch und Blut. Demnach muss das Verfahren zum Transfer eines menschlichen Bewusstseins auf einen Synth anders ablaufen als bei einem Androiden.

      Antworten
  3. Volki

    Hallo liebe Podcaster,

    Ich frage mich wie ihr mit den teils vernichtenden Kritiken der Serie umgeht, denen schließ ich mich an und mein Vorredner auch.
    Ich will euch auch den Spass nicht nehmen, aber ihr seid euch bewusst, dass ihr die Geisterfahrer seid ?

    Eines vorneweg:
    Wenn ich euch richtig verstanden habt, dann habt ihr
    A die Comics gelesen
    B das Buch zur HĂ€lfte gelesen
    C die Folgen 3 bis 4 mal gesehen
    D die Short Treks gesehen
    E die offiziellen Talk-Specials von CBS gesehen…

    Und dann fandet ihr teilweise die Folgen immer noch recht schlecht. Erst als
    F eingetreten ist, nĂ€mlich einen 5 stĂŒndigen Podcast zu der Folge zu machen, erst dann hat sich eure Meinung zum Positiven gedreht?

    Ich schaute Picard an 2 Tagen komplett und denke das sollte reichen. Mein Urteil war erste Folgen ganz gut, Folge 5 Vollkatastrophe und viel besser wurde es dann nicht mehr.

    Um es auszuformulieren 😉
    Wenn man soviel Zeugs zusÀtzlich machen muss, konsumieren, lesen, schauen und allein die Serie gucken nicht ausreicht, dann ist die Serie kaputt und nicht man selbst, hihihi

    Und wie geh ich damit um, dass Chabon mich scheinbar verachtet? Seine Aussagen Trek is mir wurscht, die Fans motzen eh bei allem…
    Und wie geh ich damit um, dass mich das Chateau verachtet? Na gut, vielleicht nicht verachtet, aber warum hackt Flo zumindest stĂ€ndig auf den Trekkies rum. Auf mir, der kein FrauenverĂ€chter ist und nicht zurĂŒckgeblieben, der aber intelligente Geschichten haben will, die faszinieren und noch Sinn ergeben. Warum wollt ihr das nicht, provozierend gefragt.

    Man braucht nur kurz zu googeln, etwa Picard Kritik um zu sehen was andere sagen und das stichhaltig! Als Tipps, gerade auch an meinen Vorredner, seien nur genannt der trekcast vom DSI und die Picard-Folgen von Redlettermedia auf YouTube. Letztere sind nicht nur schreiend komisch, da hat auch jemand Ahnung und sich ne Menge MĂŒhe beim recherchieren gemacht. Zb. die Szene aus TNG rausgesucht in der Picard sagt: i am not much of an actor. Crusher fragte ihn ob er nicht bei ihrem TheaterstĂŒck mitmachen möchte.
    Und dagegen steht Picard in Picard mit Augenklappe, alles klar, verarschen kann ich mich selber , Dankeschön

    NatĂŒrlich verĂ€ndern sich Menschen nach 20 Jahren, aber so doch nicht ! Euch ist das egal? Mir eben nicht, ich fordere ernst genommen zu werden, mehr nicht. Wenn einen die Lieblingsserie enttĂ€uscht, TNG, dann ist das schon bitter.

    Ging gegen die Serie Picard, nicht gegen euch, bitte nicht missverstehen und ausdrĂŒcklich muss ich euch loben fĂŒr die philosophischen Themen die ihr anspricht, derart intellektueller Überbau tut gut!

    Freuen mich auf euren nÀchsten Podcast!

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